Deutsche Akademie der darstellenden Künste
06. Dezember 2003
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Lothar Trolle
Produktion: DLF, HR 2003 | 61:30
1890, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, reist Tschechow in den fernsten Osten. "Sachalin nicht brauchen und uninteressant finden kann nur eine Gesellschaft, die Menschen nicht zu Tausenden dorthin verbannt und nicht Millionen dafür ausgibt. Nach Australien in der Vergangenheit und Cayenne ist Sachalin der einzige Ort, wo man Kolonisierung durch Verbrecher studieren kann; ganz Europa interessiert sich dafür, und wir brauchen das nicht?" (Tschechow) - In der Hörspielfassung von Trolle und Buhlert wird die Insel zur Methapher für ein Gesellschaftsexperiment.
Aus der Begründung der Jury:
Klaus Buhlert hat Trolles Text mit Fingerspitzengefühl arrangiert, in einem akustisch knapp und wirksam aufgeladenen Erzählfluss, der verschiedene Textquellen mit kleinen Stimmungsverschiebungen voneinander absetzt. Die Sprecher Manfred Zapatka (Tschechow), Bernhard Schulze (Tschechows Gehilfe) und Jeanette Spassova (Frau) gestalten glaubwürdig.
Sendung:
DLF - 2003-11-08 - 20.05 Uhr (Erstsendung)
HR2 - 2003-11-12 - 20.05 Uhr
16. November 2003
ARD-Info: Woche des Hörspiels 2003
Die Wahl der Publikumsjury fiel auf Klaus Buhlerts Hörspiel "Die Reise" nach dem gleichnamigen autobiographischen Romanessays von Bernward Vesper. Der Regisseur setzt darin die Zerrissenheit, von der im Text des RAF-Aktivisten Bernward Vesper zu lesen ist, akustisch um.
In ihrer Begründung heißt es: "Wir haben uns für ein Hörspiel entschieden, das durch Inhalt und Form zugleich verstörend auf uns gewirkt hat, dessen Vorführung weniger Entertainment als Hör-Herausforderung war."
Der Wettbewerb um den "Plopp!"-Award findet jeweils am letzten Abend der Woche des Hörspiels statt. Aus mehr als 180 Hörstücken von freien Hörspielmachern hatte Kurator Felix Kubin die von ihm nominierten Stücke dem Publikum in Berlin zur Abstimmung vorgestellt. Mit 126 Stimmten siegte dann "Nächster Halt" von Ina Kleine-Wiskott.
Der erstmals vergebene Preis des "Online-Awards" geht an: "On the Tracks", ein Hörspiel von Andreas Ammer und Martin Gretschmann alias Console.
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
09. November 2003
Regie: Bernhard Jugel, Ulrich Bassenge
Produktion: BR 2003 | je 60 Minuten
Erstsendung:
1. rolling/läuft - 2003-10-10 | 20.30 Uhr
2. radio daze - 2003-10-17 | 20.30 Uhr
3. record test - 2003-10-24 | 20.30 Uhr
1. Was als Kinderspiel begann - "Mary had a little lamb" trällerte Edison auf seinen ersten Zylinder -, trug in sich den Kern einer neuen Unterhaltungsindustrie. In gemieteten Hotelzimmern, später in eigenen Aufnahmestudios ging es zur Sache: Talent wurde verwertet, Matrizen geschnitten, Musik kommerzialisiert. Der heilige Moment des 'first take' indes offenbart sich heute, im Zeitalter der Reissues als Mythos - die reichlich zu Tage gekommenen Fehlstarts und Studio-Schnipsel verraten es. Erheiternd, gelegentlich ernüchternd ist es, was Menschen vor Mikrophonen alles tun. Wir werden Zeugen des Privaten, ungewollt.
2. Pannen, Pausen, Sendelöcher: alles war möglich im Radio - und vor dem Radio: tanzen, lieben, lauschen. Man wurde erwachsen vor dem Radio. Man war allein vor dem Radio. Man saß gebannt vor dem Radio. Es blieb Magie, so wie das kleine grüne Auge - hat es geblinzelt oder nicht? Diese Tage sind fast vorbei. Ein Epitaph für das Radio, so wie es manche schon nicht mehr kennen. Ob Röhre oder Transistor, ob Kofferradio oder Schneewittchensarg, ob Bakelit, Holz oder Metall - es bleibt unser liebstes Massenmedium. "Jetzt kommt unsere Sendung!" (Kinderfunkansage der Fünfziger Jahre)
3. Als kryptische Träger unleserlicher Schrift bergen sie in kristalliner Form das Wissen der Welt, nicht ohne dabei selbst zu klingen. Zum Fetisch schließlich wird das Material in der konkreten Poesie der Hi-Fi-Testplatten erhoben: In Mono-, Stereo- und Quadrophonie wird die Schallplatte als solche gefeiert. Hier spannt sich ein Bogen zurück zu den ersten Aufnahmen der Geschichte, auf denen Sprecher die Platte als Platte priesen. "Wo gehen wir hin? .... Nicht so neugierig, kleiner Piccolo! Zuerst einmal auf die andre Seite der Platte." (Andre Popp: "Piccolo, Sax und Co." 1957)
Aus der Begründung der Jury:
Ulrich Bassenge und Bernhard Jugel haben unterschiedlichste Tonaufnahmen, die aus Radioarchiven und anderen Quellen stammen, zu einer großen, postmodern inspirierten Collage über die Reproduzierbarkeit von Tönen und das dazu nötige Medium, den Tonträger, montiert. Dieser 'Gang durch die Tonarchive der Menschheit' verzichtet auf eine übergeordnete inhaltliche Aussage zugunsten einer umfassenden Zeugenschaft im Detail. Entstanden ist ein dichtes, oft heiteres Werk, das den Hörer gedanklich und sinnlich bereichert. Herausragend erscheint, wie Bassenge und Jugel gewissermaßen aus dem Chaos heraus ein Bild der Tonaufzeichnung und des Hörfunks erzeugen, das zugleich ein Bild der Zeiten und ihrer Menschen ist.
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
01. November 2003
Eine Hörspielcollage aus der Welt der Wissenschaft und des Suffs
Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: SR 2003 | 52 Minuten
Erstsendung: 2003-09-21 | 15.04 Uhr
Flann O'Brien, 1911 als Brian O'Nolan in Strabane (County Tyrone) geboren, studierte Gälisch, Philologie und Deutsch in Dublin und Köln. Von 1937-1953 war er als Ministerialbeamter tätig, lehrte dann am University College in Dublin.
Albrecht Behmel, 1971 in Böblingen geboren, Studium der Geschichte, Politik und Literatur in Heidelberg und Berlin. Veröffentlichungen zu historischen und literarischen Themen.
Begründung der Jury:
Albrecht Behmels Collage zu Leben und Werk des irischen Dichters Flann O'Brien besticht durch die herzerfrischende Art des Erzählens wobei die weit verbreiteten Klischees über Irlands Bewohner (Melancholie und heftiger Alkoholkonsum) ironisch gebrochen und derart respektlos aufpoliert werden, dass ein funkelndes, fesselndes Hör-Erlebnis entsteht. Dabei gelingt es durchaus, neben seinem umwerfenden Witz auch die Tragik Flann O'Briens deutlich zu machen - ohne jede Vordergründigkeit.
23. Oktober 2003
Vor 80 Jahren: Beginn des deutschen Unterhaltungsrundfunks im Berliner Voxhaus in der Potsdamer Strasse
Am 29. Oktober 1923, ging vom Haus der Berliner Schallplattenfirma Vox der deutsche Unterhaltungsrundfunk erstmals auf Sendung. Und bald begann er seine Spielformen zu entwickeln: als Sendespiele nachgestellte Bühnenaufführungen und seit 1924 auch Hörspiele, die eigens fürs Radio geschrieben wurden.
Eine kleine Hörspielgeschichte zum 80. Geburtstag des Radios
von Hans-Jürgen Krug
SA 25. Oktober 2003 | WDR3 | 15.05-18.00 Uhr
Von den Anfängen bis zum zweiten Weltkrieg
Zusammengestellt und zusammengetragen von Heinz Schwitzke
Produktion: SRG Basel, NDR 1962 (mono)
DI 28. Oktober 2003 | MDR kultur | 22.00-23.30 Uhr
Regie: Edlef Köppen
Komposition: Karl Knauer
Produktion: RRG Berlin 1932 - 58 Minuten
MI 29. Oktober 2003 | WDR3 | 22.00-23.00 Uhr
Von Friedrich W. Bischoff
Regie: Friedrich W. Bischoff
Produktion: RRG Berlin 1931
Hörcollage von Walter Ruttmann
Regie: Walter Ruttmann
Produktion: RRG Berlin 1929
DO 30. Oktober 2003 | SWR 2 | 21.03-22.00 Uhr
Der Rundfunkpionier Alfred Braun erzählt aus der Geschichte des Hörspiels
Ein Gespräch mit Heinz Schwitzke im Hörspielstudio des NDR Hamburg
Produktion: NDR 1962 (mono)
Donnerstag, 30. Oktober 2003 | MDR kultur | 22.00-23.00 Uhr
Anlässlich dieses Jubiläums laden das RBB Stadtradio 88acht, das ARD-Infocenter und das Deutsche Technikmuseum Berlin am 29. Oktober zu einer "Zeitreise durch die Radiogeschichte" ein.
Jeweils um 13.00, 15.00 und 17.00 Uhr starten Führungen durch das Haus des Rundfunks des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), das Deutsche Technikmuseum und das ARD-Hauptstadtstudio.
Weitere Info: www.OTon-Service.de
20. Oktober 2003
Der Prix Europa lädt jedes Jahr die besten Rundfunkproduktionen aus allen Ländern Europas und ebenso ihre Macher und Manager zum Wettstreit ein.
In der Kategorie Hörspiel ging der erste Preis an "Risk" von Christopher F.B. Gøndahl (NRK, Norwegen) und der zweite Preis an "The Holland family/Familie Holand" von Bert Kommerij (NPS, Niederlande). Eine lobende Erwähnung erhielt "The monotonous life of little Miss P" von Edna Wals (BBC, Großbritannien).
Beim Prix Europa 2003 ist das deutschsprachige Hörspiel leider leer ausgegangen.
12. Oktober 2003
Sein Name wurde Hörspiellegende, er ist einer der Helden aus der Hoch-Zeit des Radios. Sein Name, "Dickie Dick Dickens". Leider hat er sich in Luft aufgelöst und ist aus den Archiven von Radio Bremen verschwunden.
Die Bremer Hörspielredaktion erbittet nun die Mithilfe von Tonbandbesitzern. Wer von den Hörern hat damals die Krimisatire "Dickie Dick Dickens" aus dem Radio aufgenommen? Insgesamt hat es 37 Folgen gegeben, verteilt auf drei Staffeln. Gesendet wurden die Folgen Mitte und Ende 1960 und in der Vorweihnachtszeit 1961 im damaligen ersten Programm von Radio Bremen.
In den Hauptrollen spielten Jürgen Scheller, Klaus Stieringer und Jürgen Thormann. Wer irgendwo auf staubigen Dachböden, in vergessenen Regalen oder dunklen Kellern oder vielleicht griffbereit neben seiner Stereoanlage diese Serie oder Teile davon noch besitzt, der möge die Bremer Hörspielredaktion anrufen (0421/246-1401) oder sich per Mail melden (hoerspiel@radiobremen.de). Sachdienstliche Hinweise jeder Art sind willkommen!
Geplant ist, die schönsten "Dickie Dick Dickens"-Folgen um Weihnachten und Silvester dieses Jahres im Radio wieder auszustrahlen, diesmal in Nordwestradio.
20. September 2003
Am 26. September wäre der Reporter, Essayist und Radiopionier Ernst Schnabel 90 Jahre alt geworden. Aus diesem werden Anlaß gibt es mehrere Sendetermine im Radio.
Ernst Schnabel, am 26.09.1913 in Zittau/Oberlausitz geboren, ist einer der Pioniere der Funkliteratur nach 1945. Er fuhr zur See, bevor er zum Rundfunk kam. Beim NWDR in Hamburg (später NDR) Chefdramaturg, Leiter der Hauptabteilung Wort und Intendant (1951-55). Als Rundfunkautor trug er mit neuen "grenzüberschreitenden" Radioformen maßgeblich zur Weiterentwicklung des Mediums bei. Als Indendant des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) hat er Autoren wie Ingeborg Bachmann, Günter Eich, Arno Schmidt und Ilse Aichinger für den Rundfunk verpflichtet.
Ein Feature zum 90. Geburtstag des Schriftstellers und Radiopioniers Ernst Schnabel, über seine Beobachtungsgabe und seine Fähigkeit, Bilder in Worte zu fassen.
Von Helmut Kopetzky
Regie: Helmut Kopetzky
Produktion: MDR 2003 | 54:30
NDR4 info | Sonntag 21. September 2003 | 11.05 Uhr
RBB-RK | Mittwoch 24. September 2003 | 21.00 Uhr
MDRK | Mittwoch 24. September 2003 | 22.00 Uhr
DLRB | Dienstag 30. September 2003 | 00.05 Uhr
Hannes Messemer und Hermann Schomberg lesen aus dem Roman von Ernst Schnabel
Aufnahme von 1956
Porträt des Rundfunkpioniers Ernst Schnabel
Von Charles Schüddekopf
NDR3 Kultur | Sonntag 21. September 2003 | 20.05-22.00 Uhr
Nach B. Traven
Bearbeitung: Ernst Schnabel
Komposition: Winfried Zillig
Regie: Ludwig Cremer
Produktion: NWDR Hamburg 1946 | 70 Min.
Mit Peter Mosbacher, Willy Schweissguth, Marianne Wischmann, Carl Voscherau, Heinrich Ockel, Hermann Schomberg, Benno Gellenbeck, Adalbert Kriwat, Heinz Gadow, Horst Clausnitzer, Carl Pündter, Hans Pichler u.v.a.
BR2 | Sonntag 28. September 2003 | 15.15 Uhr
NDR3 Kultur | Mittwoch 1. Oktober 2003 | 20.05 Uhr
von Ernst Schnabel
Regie: Ludwig Cremer
Produktion: NWDR 1947
Übernahme: 76 Minuten
SWR2 | Sonntag 28. September 2003 | 16.05 Uhr
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
9. September 2003
Produktion: BR 2003 - 82 min
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komposition: Klaus Buhlert
Vor 100 Jahren, am 29. August 1903, wurde Ernst Kreuder geboren.
Er arbeitete als Bankangestellter, Student der Philosophie und Literaturgeschichte, im Bergwerk, als Soldat, Redaktionsmitglied des 'Simplicissimus' und als Schriftsteller. In der Nachkriegszeit waren seine Romane sogar internationale Bestseller. 1953 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Dennoch zählt Ernst Kreuder heute in Deutschland zu den vergessenen Autoren.
Der Roman Die Gesellschaft vom Dachboden , erschienen 1946, wurde von der Kritik als "Zaubergarten skurriler deutscher Träumerei" bezeichnet: Ein fast romantisches Märchen von sechs Männern, die einen Geheimbund gründen. Unter dem Motto "jeder sein eigener Phantast" gründen sie als vehemente Absage an die moderne Industriegesellschaft zwischen abgestellten Kisten, ausrangierten Körben und Vogelkäfigen eine Gegenwelt: den Geheimbund wider die Dummheit. Der Dachboden wird von Geschäftemachem 'besetzt', die Geheimbündler heben einen Schatz, werden verstreut und finden sich am Ende auf der Alten Liebe', einem ausgemusterten Fluss-Dampfer, wieder. Sie haben gelobt, in einer Welt der ruhelos Tüchtigen als 'Verborgene' zu überleben - getreu ihren 7 Programmpunkten: Aufrichtigkeit, Anhänglichkeit, Beharrlichkeit, Barmherzigkeit, Überschwenglichkeit, Friedfertigkeit und Wandelbarkeit.
Für Bearbeitung, Komposition und Regie des Hörspiels Die Gesellschaft vom Dachboden, das 2003 vom Bayerischen Rundfunk neu produziert wurde, zeichnet Klaus Buhlert verantwortlich. Wie schon bei seinem Hörspiel Moby-Dick oder Der Wal, arbeitete er mit dem Schauspieler Manfred Zapatka zusammen. Für Buhlert ist der Stoff ein Märchen mit intensivem Zeitbezug:
"Sicherlich kann man Kreuders Text nur als Nachklang auf eine der größten Bankrotterklärungen unserer Zeit verstehen: den Zweiten Weltkrieg. Ein Autor reagiert mit dem hysterisch-romantischen Rückzug in die schöne, kleine, verstaubte Welt eines Dachbodens."
Begründung der Jury:
"Das Hörspiel von Klaus Buhlert nach einer surrealistischen Erzählung von Ernst Kreuder (1903 - 1972) beeindruckt sowohl durch seine Sprache als auch durch die märchenhafte Diktion, die durch eine wiederkehrende Moritat noch zusätzliche Struktur gewinnt. Beeinflusst von der deutschen Romantik und unter dem Eindruck der Schrecken des Zweiten Weltkrieges stehend, hat Kreuder eine Aussteiger-Geschichte geschrieben, die in einer skurrilen, liebenswerten (und natürlich latent bedrohten) Realität hinter der Alltagswirklichkeit spielt. Heiter und ohne vordergründige Anklage, vermittelt das Hörspiel zugleich die Botschaft der Phantasie: Aufbrechen und etwas finden, ohne das Gefundene zielgerichtet gesucht zu haben. Die Kompositionen von Klaus Buhlert, der auch Regie führte, tragen ebenso wie die Darsteller (besonders hervorzuheben: Manfred Zapatka als Erzähler sowie Thomas Thieme in einer Doppelrolle) maßgeblich zur gelungenen Umsetzung des Stoffes bei."
Sendetermin:
BR2 - Sonntag, 24. August 2003, 15.05 Uhr (Ursendung)
07. September 2003

Ein Hör-Spiel-Projekt von Menschen mit Möglichkeiten
von A.J. Weigoni
Musik vom Chor des Benninghofs
Orgel: Heinz Stein / Bandoneon: Jochen Clemens
Gitarre: Andreas Mainka
Produktion: Tonstudio an der Ruhr, 2003
Die O-Ton-Collage mit Bewohnern des Benninghofs / Stiftung Hephata zeigt einen Einblick in den Alltag behinderter Menschen. Diese "Menschen mit Möglichkeiten" versuchen den schweren Dingen Leichtigkeit geben und die Wortfolge: Selbstbestimmung, Assistenz und Integration - mit Inhalt zu füllen, ohne das der Zuhörer auf den Spass verzichten muss. Und dieser Spass geht nicht etwa auf Kosten der behinderten Menschen, sondern transportiert sich mit ihrer Hilfe.
"Zur Sprache bringen..." wird am Freitag 26. September ab 18.00 Uhr in der "Alten Wäscherei" in Mettmann (Benninghofer Weg 82) vorgestellt.
Das DeutschlandRadio Berlin wird die Produktion voraussichtlich am 21. Juni 2004 im "Freispiel" senden.
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
11. August 2003
Produktion: HR 2003 - 27 min
Regie: Ulrich Gerhardt
Bearbeitung: Garleff Zacharias-Langhans
Übersetzung: Heinrich Weinstock
Im Jahre 431 vor Christus brach der Krieg aus, dessen Nacherzählung das Lebenswerk des Thukydides wurde, der Krieg zwischen Athenern und Spartanern um die Hegemonie in Griechenland. In einer Rede vor der Volksversammlung, die Thukydides überliefert, bezeichnet Perikles, Athens führender Politiker, das Verhältnis seiner demokratisch regierten Stadt zu ihren Verbündeten illusionslos und ohne mildernde Umstände als Tyrannis; doch bliebe Athen keine andere Wahl, als entweder zu herrschen oder beherrscht zu werden. Im Sommer des sechzehnten Kriegsjahrs, den Hass der Unterworfenen weniger fürchtend als die Freiheit der Neutralen, fuhren die Athener gegen eine strategisch bedeutungslose Insel, die Insel Melos, aus.
Begründung der Jury:
Das Hörstück "Der Melierdialog" in der Bearbeitung von Garleff Zacharias-Langhans ist die geglückte Anverwandlung eines Berichts aus der Feder des griechischen Geschichtsschreibers Thukydides. Erzählt wird von den Verhandlungen zwischen dem unabhängigen Inselvolk von Melos und den Athenern im Peloponnesischen Krieg.
Durch die Meisterschaft fein nuancierender Sprecher wird der Stellenwert des Textes in großer Klarheit erfahrbar. Das illusionslose, aber unbeugsame Argumentieren der Melier (herausragend: Alexander Lang) kontrastiert dabei mit der kühlen, überheblich-sachlichen Siegesgewissheit der Athener.
Sendetermin:
HR2 - Sonntag, 06. Juli 2003, 14.05 - 14.45 Uhr (Ursendung)
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
08. Juli 2003
Produktion: DLRB 2002 - 12 Teile
Regie: Marguerite Gateau
Komposition: Gerd Anklam, Rolf Fischer
Der Insektenforscher Jean-Henri Fabre (1823-1915) gilt in Frankreich bis heute als berühmter Vertreter einer anschaulichen Wissenschaft. Seine Nähe zu den Menschen und sein unakademischer Stil eröffneten einem breiten Publikum die zauberhafte Welt der Insekten. In seinem Werk "Souvenirs Entomologiques" fasste der Forscher seine Lebensgeschichte zusammen, die eng mit seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft ist.
Begründung der Jury:
"Der Mehrteiler 'Die wunderbare Welt des Jean-Henri Fabre' von Peter Steinbach überzeugt durch unbändige Phantasie, Spannung, Humor und souveräne Sprachbeherrschung. Das Werk führt auf verblüffende, niemals belehrende, sondern vielmehr heitere, spielerische und dabei hoch konzentrierte Weise direkt zur Verteidigung des Humanen - und ist deshalb obendrein im besten Sinne für die ganze Familie geeignet. Hinzu kommt, dass Regie, Geräusche, Musik und die Sprecher (voran Matthias Habich als Fabre) die Produktion zu einem großartigen Hörerlebnis werden lassen."
Henri Fabre: Matthias Habich
Aglaè: Verena von Behr
Jérôme als Kind: Timon Sitte
Jérôme: Matthias Matschke
Pasteur: Viktor Deiß
Marie-Jo: Sigrid Burkholder
Favier: Martin Engler
Trichoulet: Hans Teuscher
Max Hopp, Gilles di Serra, Jean Cuillerier, Rolf Marnitz, Fred Grätz, Oliver Perrier, Hüseyin Cirpici, Wolfgang Condrus, Christine Oesterlein, u.a.
Sendetermin:
DLRB - Sonntag, 01. Juni 2003, 18.30 Uhr - Teil 1 bis 2 (Ursendung)
DLRB - Montag, 02. Juni 2003, 19.05 Uhr - Teil 3 bis 4 (Ursendung)
DLRB - Mittwoch, 04. Juni 2003, 19.05 Uhr - Teil 5 bis 6 (Ursendung)
DLRB - Sonntag, 08. Juni 2003, 18.30 Uhr - Teil 7 bis 9 (Ursendung)
DLRB - Montag, 09. Juni 2003, 18.30 Uhr - Teil 10 bis 12 (Ursendung)
04. Juli 2003

Produktion: BR 2002 - 10 Teile
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komposition: Klaus Buhlert
Kapitän Ahab auf der Jagd nach dem weißen Wal - ein tragisches Urbild, ein Epos von übermenschlichen Ausmaßen. Der Held aber ist kein strahlender Ritter oder König, sondern ein armer, alter, skrupelloser Walfänger. Mit seinem Roman 'Moby-Dick' - erschienen 1851 - wagte es Herman Melville, Amerika zum Stoff eines großen Epos zu machen, das den europäischen Vorbildern ebenbürtig sein sollte.
Moby-Dick oder der Wal ist im Hörverlag als CD- und MC-Edition erschienen. Die Produktion wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2002 und dem 1. Platz der hr2-Hörbuch-Bestenliste im Januar 2003.
Ismael / 1. Erzähler: Rufus Beck
Melville / 2. Erzähler: Felix von Manteuffel
Queequeg, 1. Harpunier: Rudolph Taruoura Grün
Wirt 'Peter Coffin': Horst Lebinsky
Vater Mapple: Hermann Lause
Stefan Wilkening, Henry Meyer, Sebastian Edtbauer, Sebastian Hofmüller, Johannes Klarma, Christian Friedel
21. Juni 2003
Der Leipziger Verein Sojus e.V. lädt vom 13. bis zum 27. Juli 2003 zu Deutschlands erstem und einzigem Open- Air-Hörspielfestival ein. Fünfzehn Tage lang werden knapp 100 Hörspiele verschiedenster Genres in täglich wechselnden Themenabenden präsentiert.
Das Programm bietet eine vielseitige Mischung aus berühmten Klassikern, noch wenig bekannten Tonstücken wie auch brandneuen Produktionen aus der Welt des Hörspiels. Den zahlreichen Besuchern bietet das in diesem Jahr erstmalig stattfindende"Open-Ohr-Festival" im Clara-Zetkin-Park damit einen unvergesslichen Erlebnismarathon zum Nulltarif.
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
18. Juni 2003
Hörspiel nach Texten von Franz Kafka
Produktion: MDR 2003 - 52:30 Min
Regie: Barbara Plensat
Komposition: Peter Kaizar
Inhalt:
"Die beste Neuigkeit habe ich mir bis zum Schluss aufgespart. Ich habe mich mit einem Fräulein Frieda Brandenfeld verlobt", heißt es in Franz Kafkas Erzählung "Das Urteil", die er nach der ersten Begegnung mit der Berlinerin Felice Bauer schrieb. Sie wird zur Repräsentantin einer Welt, in der Kafka verzweifelt Fuß zu fassen sucht. In den folgenden fünf Jahren wird seine Leidenschaft zu Felice zum Anlass eines literarischen Angriffs, der sich in Form von Briefen an sie entlädt: "Liebste F., So wie ich bin, darf ich zur Not leben, ich wüte nach innen, quäle nur in Briefen, sobald wir aber zusammen leben, werde ich ein gefährlicher Narr, den man verbrennen sollte." Einer Anzahl von über 500 Briefen stehen nur gut ein Dutzend persönlicher Begegnungen gegenüber, die fast ausnahmslos scheiterten.
Die Montage von literarischen Texten, Briefen und Tagebuchaufzeichnungen Kafkas gibt Einblick in die vermeintlichen Ursachen seines Lebensgefühls und die ihm möglichen Lebensentwürfe.
Matthias Baxmann, 1957 in Berlin geboren, studierte zwei Semester Chemie, bevor er eine Tätigkeit als Archivar im Bertolt-Brecht-Archiv aufnahm und später als Graphikdrucker arbeitete. Studium an der Berliner Schauspielschule; 1987 Abschluss als Diplom-Puppenspieler. Engagement am Berliner Puppentheater, sowie freischaffende Tätigkeit. Seit 1992 Arbeit als Theaterpädagoge mit Kindern. Seit einigen Jahren Feature-Autor für den MDR und den NDR. "Kein Brief gestern, keiner heute" ist sein erstes Hörspiel.
Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
"Der Autor hat mit seinem ersten Hörspiel eine bemerkenswert stilsichere Collage aus Briefen, Tagebüchern und Texten Franz Kafkas vorgelegt. Die Figur des Autors, verzweifelt auf der Suche nach Liebe, Anerkennung und einem inneren Halt, wird im scheiternden Bemühen um den Aufbau einer bürgerlichen Existenz außerordentlich plastisch - ohne das dem Hörer etwa eine interpretierende Leseart aufgenötigt würde. Kafkas Not zwischen dem dominanten Vater und der tragischen Beziehung zu Felice führt nur immer zu mehr Einsamkeit.
Barbara Plensats feinfühlige, behutsame Regie sowie die sensible Figurendarstellung durch Markus Meyer (Kafka), Jürgen Holtz und Regina Lemnitz lassen das Hörspiel zu einem intensiven Klang- und Denkerlebnis werden."
Kafka: Markus Meyer
Mann: Jürgen Holtz
Frau: Regina Lemnitz
Sendetermine:
MDR K | Dienstag, 20. Mai 2003 | 22:00 Uhr (Ursendung)
30. Mai 2003
Am 21. und 22. Juni 2003 werden im Funkhauses Nalepastraße Hörspiele und Reihen aus 40 Jahren Rundfunk der DDR erklingen. Ein Shuttleservice mit Audio-Bussen versetzt das Publikum vom Hackeschen Markt zum Funkhaus und von der Gegenwart in eine bis heute nachhallende Vergangenheit.
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
20. Mai 2003
Produktion: BR 2003 - 165 Min
Regie: Ulrich Lampen
Bearbeitung: Valerie Stiegele
Komposition: Peter Zwetkoff, Hans Platzgumer
"Lange Zeit habe ich mich zu früher Stunde schlafen gelegt." Mit dem ersten Satz von Marcel Prousts Romanzyklus 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit' richtet sich der Blick auf die Erinnerung. In seinen schlaflosen Nächten ruft sich der schwerkranke Erzähler seine Kindheit ins Gedächtnis: die Ferien in Combray, den Geschmack einer in Tee getauchten Madeleine, den Duft der Weißdornhecke, die Kirchtürme von Martinville und den schillernden Monsieur Swann.
Aus der Begründung der Jury:
... Den knapp drei Stunden gelingt es, so tief in die Sprachwelt des Schriftstellers einzudringen und eine derart dichte Atmosphäre zu erzeugen, dass dieses Hörspiel auch zum Weiterlesen verführen kann."
Sendetermin:
Teil 1 | BR2 - Freitag, 18. April 2003 - 11.00 und 19.00 Uhr (Ursendung)
Teil 2 | BR2 - Sontag, 20. April 2003 - 11.00 und 19.00 Uhr (Ursendung)
Teil 3 | BR2 - Montag, 21. April 2003 - 11.00 und 19.00 Uhr (Ursendung)
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
14. April 2003
Produktion: SWR 2003 - 84 Min
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Andrea Otte
Komposition: Johan Daansen
Die Liebe und das Verbrechen sind, wie es sich für das Pulp-Fiction gehört, die Hauptantriebskräfte der Handlung von »Schundroman«.
Es geht um Geld und Rache und um das verlorene Glück. »Schundroman« spielt in Frankfurt zur Zeit der Buchmesse, wobei sich für ernstzunehmende Literatur niemand interessiert, aber für Schund. Grotesk.
Aus der Begründung der Jury:
Wesentlichen Anteil am runden Gesamteindruck haben Sprecher, die das Kunststück vollbringen, ewigen Klischees einen irritierenden Zug von Glaubwürdigkeit zu geben. Stellvertretend genannt seien Hans-Peter Hallwachs als sich völlig emotionslos gebender Bösewicht Willem Hold und Kathrin Angerer als süß- verruchte Edelprostituierte Lou.
Sendetermin:
SWR2 - Sonntag, 16. März 2003 - 16.05 Uhr (Ursendung)
14. April 2003
Vom 26. - 28. Juni 2003 veranstaltet das Nordkolleg Rendsburg in Zusammenarbeit mit der MSH - Gesellschaft zur Forderung audiovisueller Medien in Schleswig-Holstein - das "2. Horspielsymposion an der Eider".
Autoren, Regisseure, Musiker, Techniker, Produzenten sowie horspielinteressierte Laien und Fans sind eingeladen, sich uber Stilmittel, Entwicklungsformen, Tendenzen der Wirklichkeit und deren technische Umsetzung im Horspiel auszutauschen. Neben Vortragen und Plenumsgesprachen werden einzelne Horspiele und Entstehungsgeschichten vorgestellt.
Geladen sind u.a.: Paul Plamper, Berlin; Birgit Kempker, Basel, Frank Gustavus, Bremen; Holger Rink, Bremen; Ragnhild Soerensen, Berlin; Hilke Veth, Hamburg; Sabine Stein; Hamburg und Kathrin Roggla, Berlin.
Weitere Informationen unter www.nordkolleg.de. Anmeldeschluss ist der 26.05.2003
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
19. März 2003
Produktion: SFB-ORB 2002 - Länge: 41 Minuten
Regie: Jörg Michael Koerbl
Komposition: Benjamin Lyko
München 1943, 21. Februar: Am Tage vor der Urteilsverkündung und der drohenden Hinrichtung wird Sophie Scholl noch einmal zum Verhör gebracht. Das aber verläuft in völlig unerwarteten Bahnen. Schäfer, der Gestapo-Vernehmer macht ihr ein Angebot. Reue soll sie zeigen und sich so retten. Für eine spätere Zeit, nach der Hitler-Barbarei, für eine Zeit, an der er auch teilhaben will. Fast fleht er sie an. Ein Rettungsangebot für sie? Oder für ihn? Und geht es überhaupt um Rettung? Ein Traum? Oder ein Albtraum?
Mit:
Sophie Scholl: Michaela Benn
Schäfer, Gestapo-Vernehmer: Martin Wuttke
Aus der Begründung der Jury:
"Der 1950 in Stendal geborene Autor Jörg-Michael Koerbl hat mit seinem Hörspiel 'Zweisprache weiße Rose Sophie' eine außergewöhnliche und hoch dramatische Arbeit vorgelegt."
"Die Leistung der Sprecher Michaela Benn (Sophie) und Martin Wuttke (Schäfer) trägt ebenso wie der sparsame, ganz dem Text verpflichtete Einsatz zusätzlicher akustischer Mittel zum überzeugenden Gesamteindruck bei."
Sendetermin:
SFB-RK - Freitag, 07. Februar 2003 - 21:00 Uhr (Ursendung)
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
26. Februar 2003
Produktion: WDR/ORF 2003 - Länge: 60 Minuten
Regie: Marlene Streeruwitz
Die WDR/ORF-Produktion "Supermarkt" von Marlene Streeruwitz ist das "Hörspiel des Monats Januar 2003". Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste würdigt "Supermarkt" in ihrer Begründung als "suggestive und irritierende, dennoch auch vergnügliche Symphonie über den Alltag in seinen Tiefen und Untiefen. Handwerklich bewegt sich die Produktion auf hohem Niveau. Die Sprecherleistungen von Renate Schroeter und Christian Brückner sind bemerkenswert."
"Der Umstand, dass Textproduktion und Hörspiel-
umsetzung in einer Hand lagen", so die Jury weiter, "war der Gesamtkonzeption offenbar förderlich. Was Marlene Streeruwitz als Autorin sprachlich mehr dekonstruiert als poetisiert, setzt sie als Regisseurin auf sinnlich erfahrbarer Ebene zu einem neuen Ganzen zusammen. (...) Marlene Streeruwitz erzählt in 'Supermarkt' von der Dingwelt des Einkaufens und konfrontiert diese mit der Innenwelt einer Frau mittleren Alters. Das äußere, in der Geräuschkulisse präsente Geschehen mit seinen gleichförmigen Redensarten und Abläufen dient ihr dabei als Projektionsfläche für die weitschweifigen Assoziationen ihrer Protagonistin. Indem Marlene Streeruwitz geschickt mit innerem und äußerem Stückwerk spielt, beweist sie am Beispiel einer heutigen Situation Gespür für die Unfasslichkeiten und Leerstellen des Daseins. Die Eskalationen und Endlos-Schleifen, zu denen sie dabei immer wieder findet, sind Ausdruck einer Suche nach dem, was Individuum und 'Welt' trennen, aber auch verbinden könnte."
(WDR)
Marlene Streeruwitz, in Baden bei Wien geboren, lebt in Berlin und Wien. Mit ihren Romanen (u.a. "Verführungen" und zuletzt "Partygirl") sowie ihren Theaterstücken hat sie sich längst in die erste Reihe der deutschsprachigen Autoren geschrieben. Hörspiele standen am Anfang ihrer schriftstellerischen Karriere. Für den WDR, der ihre Arbeit von Beginn an begleitet hat, schrieb und inszenierte sie nun "Supermarkt" mit unbestechlichem Blick und jener stilistischen Eigenwilligkeit und Unbedingtheit, die sie vor allem anderen auszeichnet.
Mit: Frau: Renate Schroeter - Nachbar: Christian Brückner - Hüseyin Cirpici, Brit Gülland
Sendetermin:
WDR3 - 29. Januar 2003 Mittwoch 22:00 - 23:00 Uhr (Ursendung)
21. Februar 2003
Produktion: WDR 2002
Regie: Christoph Schlingensief
"Erzählt wird vom Größenwahn einer Zeitungsgründung, von der inszenierten Entführung der Kanzlergattin und bei alle dem von der Sehnsucht nach dem Griff an der Gurgel, mit dem Schlingensiefs hysterische Helden hoffen, sich selbst in den Griff zu bekommen."
(Frank Kaspar, FAZ)
21. Februar 2003

Produktion: NDR/DLR/BR/ORF 2002
Regie: Robert Matejka
Bearbeitung: Helmut Peschina
Komposition: Max Nagl
Der Publikumspreis des ORF wurde zum 10. mal vergeben.
Wiederholung:
ORF | Samstag, 22. Februar 2003 | 14.00-16.47 Uhr
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
20. Januar 2003
Radioinstallation von Eran Schaerf
BR/ZKM/intermedium 2 2002
Deutsche Akademie der darstellenden Künste
08. Januar 2003
Produktion: DLRB 2002 - Länge: 49 Minuten
Regie: Stefanie Lazai
Komposition: Wolfgang Loos
"'Seifenblasen' erzählt, wie Peter Panter alias Kurt Tucholsky einmal ein Drehbuch schrieb. Während der Panter eifrig tippt, muss er die moralischen Einwände des Filmkritikers Ignaz Wrobel über sich ergehen lassen. Als das Gezänk der beiden Pseudonyme auch noch vom Aufstand der Filmfiguren begleitet wird, die ihr Schicksal mitbestimmen wollen, lässt Vater Kurt Tucholsky resigniert den Dingen ihren Lauf: Die Hauptfigur Barbara macht als 'Paulus, der Damenimitator' in den Varietés Karriere. Die Damenwelt liegt ihm/ihr zu Füßen - was unter Frauen wie Männern für einige Irritation sorgt."
Christa Maerker, freie Publizistin für Rundfunk und Zeitungen, realisierte seit 1974 über 50 Dokumentarfilme, schreibt Drehbücher für Spielfilme (u.a. "Die Schweizermacher") und Hörspiele, zuletzt "Außen Arsène - Innen Pfirsich" (SWF 1997), lebt in Berlin.
Sendetermin:
DLRB - 20. Dezember 2002, FR 19.05 Uhr (Ursendung)
06. Januar 2003
Produktion: Instant-Music 1990
Regie: Andrascz Jaromir Weigoni
Mit: Sabine Marx, Johannes Schmidt, Kai Mönnich, Klaus Urbons
"Das kleine Helferlein" ist ein Hörfilm gegen kulturellen Gedächtnisverlust. Er beschreibt den Weg vom automatischen Fotokopierer zur Elektrografie, die künstlerischen Anwendung als Copigraphy, Copy art + Electrography, die Differenz zwischen analogen und digitalen Bildern.
"Das kleine Helferlein" wird am 18. Januar 2003 als Edition mit einem Copy-Art-Cover von Klaus Urbons im Rahmen der Ausstellung "Stars on 45" im Casino (Delle 57 / Bad Mülheim) präsentiert.
Weitere Informationen unter: www.bilder-raum.de / www.urbons.de
Anlässlich der Ausstellungs-Eröffnung wird der Künstlerpreis "Das Hungertuch" verliehen.